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KAI HAASE ÜBER FMX - ALLES KOPFSACHE!

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MotulDE
16 March

Hi Kai, schön, dass du dir einen Moment Zeit genommen hast, um uns ein paar Fragen zu beantworten. Von Winterpause kann man bei dir ja nicht wirklich sprechen – du warst auch in der Halle ja ziemlich aktiv!

Ich möchte behaupten, dass die Wintersaison fast beschäftigter ist, als im Sommer.

Foto: Christoph Laue

Wir haben uns kurz in Dortmund beim Supercross getroffen – welche anderen Events sind für dich neben der Night of the Jumps wichtig?

2020 hatte ich zwei Ziele. In Dortmund bin ich nach einer Operation nach 2 Monaten wieder auf dem Bike gewesen. Mein erstes Ziel waren die Kings of Xtreme, dort habe ich meinen Steiger Trick, den Nosebonk Frontflip ausgefahren. Nur drei Wochen später fanden die Night of the Jumps in Berlin statt, wo ich über eine „Cheater-Rampe“ (Eine Absprungrampe mit Wippe am Ende) einen Frontflip ausfahren wollte. Ich habe es geschafft und wollte mir selber einen Amerika Trip gönnen und einmal ein Supercross Rennen mitfahren. Aus bekannten Gründen wird dies leider nicht stattfinden.

Letztes Jahr hast du erstmals einen Frontflip bei den Masters of Dirt gezeigt. Wie lange hast du für diesen Sprung trainiert?

Es war ein Zeitraum von vier Monaten. Mental ist der Trick eine ganz große Herausforderung. Ich konnte in den vier Monaten nicht jeden Tag trainieren, eher so zwei bis drei Tage pro Woche maximal! Aber ich hab es mir in Kopf gesetzt und für mich war es theoretisch möglich. Ich hätte so lange dafür trainiert oder Sachen geändert bis es geklappt hätte. Das gute war über die Winterzeit, dass kaum einer etwas davon mitbekommen hat. Ich hatte immer die gleiche Person die mir geholfen hat, mein Mechaniker und mein Suzuki Team musste hin und wieder das verbogene Motorrad richten und der Veranstalter wusste davon. Lass es 10 Leute gewesen sein, bis ich mit dem Trick beim Masters of Dirt im März 2019 aufgetreten bin und dann innerhalb von 3 Tagen meine Social Media Follower verdoppelt habe!

Wow, nicht schlecht! Was macht einen Freestyle Fahrer aus? Wie unterscheiden sich deine Skills zu einem „normalen“ Motocross Fahrer? Trainierst du anders?

Freestyle Motocross findet im Kopf statt. Als ich damals mit 16/17 Jahren die Deutsche Supercross Serie mitgefahren bin, war es für mich „lächerlich“ ans Startgatter zu gehen und mir Sachen einzureden. Als ich dann in Dortmund ins Finale gefahren bin und die ganze Halle mich angefeuert hat, fand ich es gut. Aber für einen FMX Trick zu arbeiten, Blessuren hinzunehmen, mentale Hürden zu überwinden und ihn dann auf einer Landung auszufahren ist das Gefühl aus Dortmund mal zehn!
Man steht generell anders auf dem FMX Bike, man braucht kein Cardio Training, was beim MX wichtig ist. Wie gesagt, mentale Stärke ist sehr wichtig im FMX Sport!

Du bist schon lange Teil der Motul Familie  – was bedeutet es für dich, mit den richtigen Produkten versorgt zu sein? 

Die Technik ist das wichtigste, auf das ich mich verlassen muss. Es ist immer ein gutes Gefühl frisches Motul Öl in meine Motorräder zu kippen. Menschen können Fehler machen, aber die Technik, also das Motorrad, kann man pflegen und warten und da habe ich mit den Produkten von Motul sehr gute Erfahrungen gemacht. Lieblingsprodukte sind definitiv das Motorenöl 300V 15W60, das Kettenspray Chain Lube Offroad, MotoWash und E.Z. Lube.

Foto: Justus Rudolph

Wie wichtig ist für dich die Social Media Kommunikation? Du startest ja jetzt als Vlogger auch richtig durch.

Richtiger Vlogger bin ich nun nicht. Natürlich gehört Social Media für mich als Sportler dazu. Leider habe ich kein gutes Auge für Bilder und wenn ich selber fahre ist es schwierig Bilder von sich selbst zu machen. Also ich muss mich auf andere verlassen. Was das Vlog Thema angeht, habe ich leider auch kein Händchen, ein Videobearbeitungsprogramm zu benutzen, damit etwas sinnvolles bei rauskommt. Diese Technik. Ich bleib beim Handwerk und fahre am liebsten Motorrad.

Was ist dein Ausgleich? Schaltest du auch mal ab, oder bist du nur auf dem Zweirad unterwegs?

Mein Ausgleich ist ein paar Runden auf der MX zu drehen. Ich liebe es, in allen Formen Fahrrad zu fahren. Ob es eine Enduro Runde ist, Dirts springen, Rennrad fahren, da bin ich immer dabei. Ich meide das Fitness Studio, aber probiere möglichst viele Übungen mit eigenem Körpergewicht, sowie Balanceübungen zu machen. Yoga kommt mir auch zu Gute!

Was sind deine Highlights 2020?

Wie schon erwähnt, habe ich meine ersten Ziele in diesem Jahr bereits erreicht. Kings of Xtreme mit dem Nosebonk Frontflip und die Night of the Jumps in Berlin mit dem Frontflip über die Cheater Rampe. Meine aktuellen Pläne werden gerade von der Pandemie über den Haufen geworfen, aber damit werde ich nicht allein sein. Es sind definitiv noch einige Sachen in meinem Kopf, aber zurzeit ist eher Ratlosigkeit und Ungewissheit, nicht nur finanziell.

Dann wünschen wir dir dafür viel Erfolg und eine verletzungsfreie Saison!

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